Aus der Sonographiesprechstunde...

 

Ein inhomogener Leberknoten

Eine Patientin hatte Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen. Der untersuchende Arzt fand einen großen Lebertumor und überwies die Patientin zur weiteren sonographischen Abklärung. 

Grauwertbild

Im differenzierten Grauwertschall sind die wesentlichen Informationen für den späteren Kontrastmitteleinsatz enthalten. Bereits jetzt lässt sich erahnen, dass der eigentliche Knoten kleiner ist als befürchtet, weil Echogenitätsveränderungen um den Knoten Tumorgewebe vortäuschen. Diese entstehen durch Fisteln. Zur Klärung der Frage nach Bösartigkeit gibt der CEUS Auskunft.

CEUS I

8 sec nach Kontrastmittelgabe kontrastiert sich der Tumorrand charakteristisch. Das Zentrum bleibt noch umkontrastiert - also schwarz. Die Kontur des Knotens ist in etwa deckungsgleich mit dem gemischt grauen Anteil auf dem linken Bild. Die Art des Knotens wird in diesen ersten 8 Sekunden klar : es ist ein Hämangiom.

CEUS II

Das Hämangiom behält seine Kontur und Größe. Lediglich das Zentrum nimmt über die Zeit zunehmend Kontrastmittel auf. Ursache sind geringe Flussgeschwindigkeiten in den Sinusoiden des Knotens. 

Der Befund ist harmlos und wird nicht entarten. Ein Krebsknoten ist ausgeschlossen.