Aus der Sonographiesprechstunde...

 

Eine "komplizierte Nierenzyste" ?

Bei einem Patienten wurde eine sogenannte Nierenzyste festgestellt. Die "Kontrolle" im CT konnte  keine Diagnose sichern. Der Patient wurde anschließend zur Klärung zum Kontrastmittelultraschall (CEUS) vorgestellt. Bilder klicken zum Vergrößern. 

Grauwertbild

Im differenzierten Grauwertschall sind wesentliche Informationen für den späteren Kontrastmitteleinsatz ent-halten. Bereits jetzt lässt sich erkennen, dass die Zyste wegen der auffälligen Wandung und Echogenität des Zysteninhaltes klärungsbedürftig ist. Zur Diagnosesicherung gibt der CEUS Auskunft.

CT

Das CT ist ein Schnitt-bildverfahren, das bei guter Übersicht eine mindere Ortsauflösung hat.   Feinste Gefäße sind schwer zu erkennen. Tumore haben Gefäße unterschiedlichen Ausmaßes. Ihre Darstellung entgeht weitestgehend der CT, die sich an Dichtemes-sungen orientiert. Eingeblutete Zysten können ähnliche Dichtewerte haben wie Krebsknoten. 

CEUS I

Ultraschallkontrastmittel verbleibt in den Gefäßen. Somit lassen sich feinste Adern darstellen. Zu Beginn kontrastieren die Niere und die Leber. Die "Zyste" bleibt noch schwarz, weil keine Adern kontrastiert sind. Noch ist die Verdachts-diagnose "Zyste" aus der CT  möglich.

 

CEUS II

Im Verlauf nimmt die schwarze Fläche der Zyste ab und der Anteile der durchbluteten Anteile zu : die schwarze Fläche schrumpft, Durchblutung  ist bewiesen, die "Zyste" ist ein Tumor mit der Vaskularisation vom Typ des papillärer Nierenzell-karzinoms. Der pathologische Befund nach Operation bestätigte die sonografische Diagnose.